Warum Unternehmer/innen und Führungskräfte bei Teamkonflikten nicht wegschauen sollten

Aktualisiert: 10. Mai



In Beratungen begegnet mir nicht selten die Situation, dass der Unternehmer bzw. die Führungskraft vorhandene Konflikte in ihrem Team zwar wahrnimmt, aber von sich aus bisher nichts unternommen hat. Das hat nur manchmal etwas mit einer persönlichen Konfliktscheue zu tun. In vielen Fällen gehen Führungskräfte gar nicht davon aus, dass sie etwas unternehmen sollten. Schließlich handelt es sich bei den Mitarbeitenden doch um erwachsene Menschen, die das gefälligst unter sich regeln sollten. Umso mehr, wenn die Mitarbeitenden selbst Führungskräfte sind.


Meine Erfahrung ist, dass dieses Wegschauen gerade auf "mittleren" und „höheren“ Führungsebenen vorkommt. Auf der sog. operativen Ebene, auf der sich Führungskräfte ja häufig im Tagesgeschäft viel innerhalb ihres eigenen Teams bewegen, entstehen Schwierigkeiten mit Teamkonflikten oft auch aus einer noch unklaren Abgrenzung zwischen der eigenen Führungsrolle und dem Team.


Bleiben wir beim Wegschauen: Warum solltest Du als Unternehmer/in und Führungskraft bei wahrgenommen Konflikten nicht wegschauen? Weil diese immer etwas mit Dir zu tun haben! Wenn Du den Konflikt in Deinem Team bereits mitbekommen hast, er also (zumindest zum Teil) offen ausgetragen wird, kannst Du davon ausgehen, dass Du in Deiner Führungsrolle jetzt gefordert bist.


Das heißt nicht, dass Du vorher etwas falsch gemacht hättest. Das heißt nur, dass Dein Team aktuell in einer Phase ist, in der es diesen Konflikt eben nicht alleine lösen kann. Auch wenn Konflikte in der Regel scheinbar nur einzelne Teammitglieder betreffen und nicht das gesamte Team, sind sie doch immer auch ein Ausdruck der aktuellen (gruppendynamischen) Situation des gesamten Teams. Jedes Team bildet ihr eigenes informatives oder "energetisches" Feld, welches das Verhalten des Einzelnen mehr beeinflusst, als uns in der Regel bewusst ist.


Was also tun? Das hängt im weiteren Verlauf natürlich stark von der konkreten Situation ab. Als ersten Schritt solltest Du auf jeden Fall die direkt Beteiligten auf die Situation persönlich ansprechen. Deutlich zu zeigen, dass Du den Konflikt siehst und nicht wegschaust, ist schon Deine wichtigste (gruppendynamische) Führungsaufgabe in dieser Situation und ein sehr wichtiger Teil der Lösung. Auch wenn die Gespräche natürlich persönlich sind, dürfen deshalb scheinbar Unbeteiligte gerne am Rande mitbekommen, dass Du hinsiehst und handelst. Die Beteiligten ansprechen heißt, ihnen vor allem Fragen zu stellen und dabei die hinter den Konfliktpositionen liegenden Interessen und Emotionen in den Vordergrund zu rücken.


In den vergangenen 2 Jahren haben viele Unternehmer/innen und Führungskräfte zusätzlich die bisher für sie noch ungewohnte Erfahrung gemacht, ihr Team auf Distanz, nämlich aus dem Home Office, zu führen. Eine der Herausforderungen dabei ist, dass sie noch weniger mitbekommen, ob es im Team Missverständnisse, Spannungen und Konflikte gibt. Diese Missverständnisse und Spannungen können aber ohne face-to-face-Kommunikation sogar noch schneller im Team entstehen. Vertrauen im Team wird für eine erfolgreiche Zusammenarbeit noch mehr gebraucht als ohnehin schon. Für Unternehmer/innen und Führungskräfte wird es immer wichtiger, ein Gespür dafür zu entwickeln, wie es um ihr Team wirklich steht.


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Autor: Ulrich Borchard

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